Szkarpawa (Elbinger Weichsel)

Charakteristik des Flusses

Die Elbinger Weichsel (Szkarpawa) schlängelt sich durch die Flachebenen des Werders. Sie hat flache, mit Schilf überwucherte Ufer und der erhebliche Teil des Gebietes stellt südlich von ihr eine Depression dar. Dieser östliche und kürzere Deltaarm der Weichsel setzt an der Schleuse „Gdañska G³owa“ an (932,20 km der Weichsel) und mündet nach 25,4 km in der Nähe von Grenzdorf (Os³onka) in das Frische Haff. Etwa in der Mitte (nach 15,3 km) teilt die Elbinger Weichsel ihren Flusslauf mit der Königsberger Weichsel, die ein bisschen nördlicher ebenfalls ins Frische Haff mündet.

Schifffahrt - Infos

Flussbreite und –tiefe
Der Wasserweg der Elbinger Weichsel wird zur II. Klasse gezählt, mit garantiertem Tiefgang von 1,6 m. Die Flusstiefe im Strom geht bis 3,4 m und sinkt selten unterhalb 2 m. Die Strömung ist kaum spürbar. Die Elbinger Weichsel erreicht die Flussbreite von bis 100 m und die Breite der mit Tonnen markierten Wasserstraße beträgt 30 m.

Brücken
Die Elbinger Weichsel ist ein segelfreundlicher Fluss. Alle Brücken sind entweder Klapp- oder Drehbrücken und werden zu bestimmten Uhrzeiten, wie auch auf Bitte der Segler und Schiffer, aufgemacht. Wenn man unter einer geschlossenen Brücke fahren möchte, muss man die wechselhafte Wassertiefe berücksichtigen. In kurzer Zeitspanne treten Schwankungen des Wasserstandes bis zu 1 m wegen des sog. Wasserrücktritts aus dem Frischen Haff und der Ostsee auf.
Die Hochspannungsleitungen Die am niedrigsten verspannte Hochspannungsleitung ist in 14 m Höhe.

Die Schleuse
Achtung!! Bei hohem Wasserstand kann die Schleuse „Gdañska G³owa“ geschlossen werden. 2010 war sie zwei Monate lang außer Betrieb. Prüfen Sie es vor Ihrer Routenplanung nach.

Wasserflora
Soweit möglich segeln Sie die Flussmitte entlang. So verhindern Sie, dass Sie sich in Pflanzen oder Fischernetze verfangen. Die Wasserpflanzen können auf dem Überschwemmungsgebiet zwischen den Brücken in Fischerbabke (Rybina) und an der Mündung in das Frische Haff lästig sein. Weniger intensiv wächst hier der gemeine Schwimmfarn, der einen grünen Teppich bildet.

Aufenthalt
Einen Rastplatz findet man problemlos in kleinen Buchten zwischen dem Röhricht. Am Fluss gibt es einige markierte Anlegestellen.

Schiffe und Leichter
In der Saison fährt auf der Elbinger Weichsel unter deutscher Flagge das Ausflugsschiff Johannes Brahms. Als ein kommerzielles Wasserfahrzeug hat es immer die Vorfahrt. Außerdem hat es wegen seiner Größe eine begrenzte Manövermöglichkeit und seine Verdrängung bewirkt, dass es viel Wasser vor sich hin schiebt und dadurch Wasserniveaus zwischen dem Bug und dem Heck hervorruft. An seinen Bordseiten wird eine starke Strömung erzeugt und hinter dem Heck sinkt die Wassertiefe für eine gewisse Zeit, was besonders für Jachtschiffe von großem Tiefgang von Belang ist. Vor dem Treffen mit dem Johannes Brahms lohnt es sich einen Unterschlupf in einer Bucht zu finden.
 
Interessante Hydrotechnische Tatsachen

Wasserpumpanlagen „Os³onka“ und „Ch³odniewo“.  Jede dieser Anlagen ist imstande innerhalb einer Sekunde 21000 Liter Wasser zu pumpen. Die Wasserpumpstation „Ch³odniewo“ entstand 1929, indem die 37 Polder zu einem Koog mit 22000 ha großer Fläche zusammengeschlossen wurden. 1945 haben die deutschen Truppen diese Station zerstört, was zur Überflutung des Weichsel-Werders geführt hat. Es konnte durch den Einsatz des Vorkriegskader, darunter des Ing. Stephan Homan wieder trocken gelegt werden. Die Deutschen waren überzeugt, dass diese Tätigkeit 50 Jahre dauern wird. Heute kann man die Wasserpumpstationen nach Absprache besichtigen.


Klappbrücken. Sie sind für das Weichselwerder charakteristisch genauso wie Vorlaubenhäuser und Landsenken. Die interessantesten sind in Fischerbabke zu finden. Dort sind drei bewegliche Brücken: zwei Klappbrücken auf der Strecke Frische Nehrung – Tiegenhof und eine Drehbrücke, über die eine touristische Schmalspurbahn fährt. Alle drei Brücken stehen zwar unter Denkmalschutz, aber sie werden weiterhin von lokalen Einwohnern und Touristen genutzt. Eine neue Klappbrücke verbindet Schönbaum und Fürstenwerder.


Depresja ¿u³awska (Werderlandsenke). —Das Weichselwerder gilt als eine polenweit einzigartige Landschaft. Hier befindet sich die berühmte Depression. Der niedrigste Punkt unter dem Meeresspiegel in Polen wurde in Unterkrebswalde (Raczki Elbl±skie; 1,8 m u.d.M) verzeichnet. Dort steht heute auch ein Depressionszeichen. Vor einigen Jahren hat die Gemeinde Grunau (Gronowo Elbl±skie) das Recht auf den tiefsten Senkenpunkt beansprucht. Die Untersuchungen haben nachgewiesen, dass dieser Unterschied bezüglich des Meeresspiegels in Wikrowo 2,6 m u.d.M. beträgt. Diese Landsenke ist keine natürliche Bildung und hängt mit dem Torfabbau zusammen.


Interessante Touristische Informationen

Die Festung „Gdañska G³owa“ („Weichselmündung“). Sie wurde zwischen der Danziger Weichsel und Elbinger Weichsel (Szkarpawa) gebaut und hatte eine strategische Funktion für den Schutzposten von Danzig. Diese Funktion hat sie auch im XVI. und XVII. Jh. ausgeübt. Ende des XVII. Jh. wurde sie nach dem Friedensabkommen in Oliva aufgelöst und ihre Überreste wurden letztendlich bei den Arbeiten am Weichseldurchstich entfernt. An dieser Stelle befinden sich heute Felder. An diese Festung erinnert auch eine malerisch gelegene Schleuse, die nach der Festung ihren Namen geerbt hat.



Vorlaubenhäuser  sind neben den gotischen Kirchen typisch für das Weichsel-Werder. Sie wurden von reichen Bauern gebaut. Ein durchschnittliches Gebäude überschritt die Größe von 10x20 Metern. Sie zeichneten sich durch eine Fachwerkkonstruktion aus Holzbalken aus, die mit Backsteinen gefüllt wurden. Die Anzahl der Säulen im Vorlaubengang ist unterschiedlich, der Raum des Laubengangs galt meistens als Speicher. An der Wende des XVIII. und XIX. Jh. waren sie dermaßen beliebt, dass die herkömmlichen Häuser umgebaut und mit Laubengängen bereichert wurden.


Die letzten Windmühlen im Weichselwerder. Anfang des XIX. Jh. gab es einige Hundert Windmühlen im Weichselwerder, die die Köke entwässert haben. Heute erinnert diese Landschaft an das einst glanzvolle Land der Windmühlen. Die Einwohner ersetzten sie mit der Zeit durch Dampfpumpen. Bis heute blieben einige denkmalgeschütze Windmühlen u.a. in Schönbaum und Palschau erhalten. Der erste Typ ist die Bockwindmühle, der andere ist eine Holländerwindmühle aus dem XIX. Jh.


Einführung

1

Teil I. Erkundung des Weichsel-Werder-Rings

2

Geschichten aus dem Weichsel-Werder-Ring

3

Harmonie als Schlüssel zur Auslegung von Landschaften im Weichsel-Werder

4

Architektur – das Land der Vorlaubenhäuser und der hydrotechnischen Denkmäler

5

Teil II. Segelrouten auf dem Weichsel-Werder-Ring

6

Wis³a (Weichsel)

7

Martwa Wis³a, Wis³a ¦mia³a, Mot³awa Gdañska

12

Szkarpawa (Elbinger Weichsel)

14

Wis³a Królewiecka

16

Rzeka Elbl±g i Kana³ Jagielloñski

18

Nogat

20

Wielka ¦wiêta - Tuga

24

Zalew Wi¶lany

26

Pas³êka i Kana³ Pas³êki

29

Kaliningrader Haff (russischer Teil des Frischen Haffs)

30

III. Das Segel-ABC bevor Du auf den Werder-Ring segelst…

32

Empfehlenswerte Ausflüge

33

II. Kleiner Werder-Ring

34

III. Zur Hauptstadt des Weichsel-Werders

35

IV. Von Danzig zum Frischen Haff

36

V. Auf der Weichsel nach Danzig

37

VI. Entlang des Frischen Haffs

38

INFO-BLÄTTER

39

Kaptän`s Tipps

40

Wasserverkehrszeichen

41

Wasserverkehrszeichen

42

Teil IV. Schifffahrtsbasis des Weichsel-Werder-Rings

43

Anlegestege in Tczew (Dirschau)

44

Yacht und Passagierhafen in Tczew (Dirschau)

45

Hafen in ¦wibno

46

Fischeranlegestelle in Mikoszewo

47

Marina B³otnik

48

Anlegestelle Têcza in Wi¶linka

49

Lookout in Wislinka

50a

Yachtseeklub Neptun - Górki Zachodnie

50

Anlegestelle Górki Zachodnie (YK Stoczni Gdañskiej)

51

Marina Delphia Yachts - Górki Zachodnie

52

Yachtklub im. Conrada (Conrads Yachtklub)

53

AKM - Akademischer Seeklub - Górki Zachodnie

54

AZS Cosa - Górki Zachodnie

55

NC¯ AWFiS - Nationalzentrum für die Schifffahrt der Sporthochschule in Gdañsk

56

Segelhafen des Seeklubs - Gdañski Klub Morski LOK

57

Anlegestelle an der Strasse „Tamka”

58

Anlegestelle Stewa

59

Anlegestelle Yacht Klub Pó³nocny (Nordyachtklub)

60

WOPR - Anlegestelle in Gdañsk (Freiwilliger Wasser-Rettungsdienst Danzig)

61

Yachthafen Gdañsk (Danzig)

62

Anlegestelle für Wasserfahrzeuge an der Straße ¯abi Kruk

63

Segelhafen an der Straße: Sienna Grobla II

64

Polnischer Seeklub in Gdañsk

65

Anlegestege in Drewnica

66

Anlegestelle in ¯u³awki

67

Anlegesteg in Rybina

68

Neue Anlegestelle in Rybina

69

Anlegestelle in Os³onka

70

Anlegestelle für Hauseboote in Rybina

71

Anlegestelle Baltica in Sztutowo

72

Marina in Stutthof

73a

Anlegestelle Bulwar Zygmunta Augusta in Elbl±g (Elbing, am Zygmunt-August-Boulevard)

73

Ognisko Sportów Wodnych Fala (Wassersportszentrum „Welle”)

74

HOW Bryza (Wassersportszentrum der Pfadfinder)

75

Yachtklub Elbl±g (Elbing)

76

Yachtanlegestelle in Bia³a Góra

77

Stadtstrandbad mit der Funktion einer Anlegestelle in Malbork (Marienburg)

78

Marina Burg Malbork

79a

Das Segelhafen Park Pó³nocny in Malbork (Nordpark in Marienburg)

79

Die Anlegestelle in Kamienica Elbl±ska (Steinort)

80

Die Anlegestelle in Nadbrze¿e (Reimannsfelde)

81

Der Hafen und die Anlegestelle in Suchacz (Succase)

82

Die Anlegestelle in Kadyny (Cadinen)

83

Der Hafen in Tolkmicko (Tolkemit)

84

Der Hafen in Frombork (Frauenburg)

85

Der Hafen in Piaski (Neukrug)

86

Der Yachthafen in Krynica Morska (Kahlberg)

87

Der Fischereihafen in Krynica Morska (Kahlberg)

88

Der Seehafen in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

89

Die Yachtanlegestelle in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

90

Die Yachtanlegestelle Neptun in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

91

Der Hafen in Nowa Pas³êka (Neu Passarge)

92

Das Segelhafen Dom Rybaka w Nowa Pas³êka (Neu Passarge)

93

Die Anlegestelle in Stara Pas³êka (Alt Passarge)

94

Die Yachtanlegestelle in Braniewo (Braunsberg)

95

Erklärung der Symbole

96

Wasserknotenpunkte des Werder-Rings

97

Wasserfahrtstraßen in Gdañsk (Danzig)

98

Legenda

99

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