Teil I. Erkundung des Weichsel-Werder-Rings

 
      
Der Weichsel-Werder-Ring umfasst das Weichsel-Werder (¯u³awy Wi¶lane), die Frische Nehrung (Mierzeja Wi¶lana), die Elbinger Höhe (Tolkemit-Tolkmicko, Frauenburg-Frombork, Succase-Suchacz, Elbl±g), Wybrzeze Staropruskie (Neu Passarge-Nowa Pas³êka, Braunsberg-Braniewo) sowie Kociewie (Dirschau-Tczew, Mewe-Gniew, Pelplin), das Marienwerder Tal und Weichselgegend mit Stuhm (Sztum) und Marienwerder (Kwidzyn).



Das Weichsel-Werder umfasst das Weichseldelta und ähnelt einem umgekippten Dreieck, dessen Spitze die Gabelung der Weichsel in zwei Flussarme Weichsel (Leniwka) und die Nogat ausmacht. Seine Grundlinie bildet die Frische Nehrung.



Die Frische Nehrung zieht sich von Danzig nach Pillau (Baltijsk) in Russland und trennt das Frische Haff vom offenen Gewässer der Danziger Bucht ab. Somit wird auch die Mündung der Weichsel geschlossen. Die Frische Nehrung ist eine weite Sanddüne, die von sandtreibenden Meereswellen gebaut wurde. Ihre Breite erreicht stellenweise 30 m. Die einstigen Fischerdörfer haben sich heute zu Kurorten gewandelt. Zu den wichtigsten Orten der Frischen Nehrung gehören: Danzig (Gdañsk), Steegen (Stegna), Stutthof (Sztutowo), Kahlberg (Krynica Morska).



Das Frische Haff  ist eine Bucht, die von der Ostsee durch die Frische Nehrung getrennt ist. Durch dieses Wassergebiet verläuft die Staatsgrenze zwischen Polen und Russland. Der territoriale Anteil Polens am Frischen Haff umfasst die Fläche von 382 km2.


Die Elbinger Höhe ist ein Höhenzug in der Danziger Uferregion. Ihre steilen Seiten neigen sich der Elbinger Niederung, dem Weichsel-Werder und dem Frischen Haff. Die höchste Erhebung der Elbinger Höhe ist Góra Srebrna 198,5 m.
Zu den wichtigsten Städten gehören: Elbing, Frauenburg, Tolkemit, Cadinen (Kadyny), Succase.


Wybrze¿e Staropruskie  ist eine Niederung, die sich von Frauenburg bis zur Mündung von Pregel (Prego³a) dem Frischen Haff entlang zieht. In den polnischen Grenzen befindet sich eine 100 km2 große Fläche. Zu den wichtigsten Ortschaften gehören: Neu Passarge und Braunsberg.



Kociewie ist eine ethnisch-kulturelle Region, die am linken Ufer der Weichsel in dem Einzugsgebiet von Ferse (Wierzyca) und Schwarzwasser (Wda) liegt. Kociewie hat seine Hymne und am 10. Februar wird hier der Welttag von Kociewie gefeiert. Zu den wichtigsten Städten gehören: Preußisch Stargard (Starogard Gdañski) – die Hauptstadt von Kociewie, Dirschau – die größte Stadt und Pelplin.



Dolina Kwidzyñska und Powi¶le Das ist der Nordteil des Niederweichseltals. Dolina Kwidzyñska ist etwa 40 km Lang und 401 km2 groß. Sie bildet eine Art Weichsel-Durchbruch durch die Landschaft der Westpeußischen Seenplatte. Zu den wichtigsten Städten gehören: Mewe im Westen, Marienwerder im Osten und Stuhm.

Alles verdankt man den Flüssen Das Weichsel-Werder entstand vor 6000 Jahren, als die damals vorhandene Meeresbucht mit Schlick und Sand gefüllt wurde, welche die Weichsel und ihre Zuflüsse mittrugen. Man vermutet, dass die polnische Bezeichnung des Werders „¯u³awy“ von dem Nomen „¿u³”, also Schlamm, Schlick abgeleitet wurde. Dadurch gehören heute die Böden des Weichseldeltas zu den fruchtbarsten in Polen.
Die Hauptflussader des Werders ist die Weichsel, die mit der Nogat dieses Gebiet in drei Teile teilt: ¯u³awy Gdañskie (Danziger Werder), ¯u³awy Wielkie (Groß Werder), ¯u³awy Elbl±skie (Elbinger Werder).
Das Danziger Werder zieht sich westwärts von der Weichsel, liegt im Einzugsgebiet der Toten Weichsel und umfasst den westlichen Teil der Delta-Niederung zwischen der Kaschubischen Seenplatte und der Weichsel. Das nächste Gebiet stellen das Groß Werder, das sich im Einzug der Elbinger Weichsel und anderer Flüsse befindet, und das Elbinger Werder dar, das ostwärts der Nogat liegt. Haute wird das Weichsel-Werder administrativ zwischen zwei Woiwodschaften geteilt. Ostwärts der Nogat gehört es zur Woiwodschaft Ermland-Masuren und westwärts der Nogat zur Woiwodschaft Pommern.



Unter dem Meeresspiegel Die malerische Werder-Landschaft prägen Niederungen, die Flüsse durchschneiden und die weit weg bis zum Horizont reichen. Das ist das einzige Gebiet in Polen, das teilweise unter dem Meeresspiegel liegt. Eben hier im Weichsel-Werder, in Unterkrebswalde (Raczki Elbl±skie) befindet sich der tiefste Punkt in Polen, der 1,8 m. u.d. M. liegt. Darüber hinaus machen 30 % des Weichsel-Werders Landsenken aus. Die größten von ihnen befinden sich um den Drausensee (Druzno) – 182 km2 und in der Umgebung von Tiegenhof (Nowy Dwór Gdañski) – 152 km. Erwähnenswert ist der Ort Herrengrebin (Grabiny-Zameczek), in dem sich der höchstliegende Punkt im Werder mit 14,6 m. ü.d.M. befindet.



—Das Weichsel-Werder und seine Menschen Die Spuren der Ansiedlung im Weichsel-Werder reichen bis ins Jahr 2500 v. Chr., was viele archäologische Funde belegen. Eingangs ließen sich die ersten Ansiedler vorübergehend zum Fischfang, zur Jagd auf Robben sowie zu Bernsteingewinnung und seiner Verarbeitung nieder. Mit der Zeit wurden sie durch Dörfer und Städte ersetzt, die im Mittelalter schon ein geschlossenes Netzwerk bildeten. Die ständige Hochwassergefahr hat jedoch die Siedlungstätigkeit im Weichsel-Werder nicht gefördert. Die ersten Entwässerungssysteme hat hier bereits im XIII. Jh. der Deutsche Orden eingeführt. Die revolutionäre Etappe der demografischen Entwicklung beginnt Mitte des XVI. Jh., als diese Gebiete nach dem Thorner Frieden (1466) an die polnische Korne abgetreten wurden. Das Ergebnis der legendären Religionstoleranz der I. Republik Polen war die Offenheit für Ansiedler, die in ihren Heimatländern wegen ihrer Konfession verfolgt wurden. Ins Weichsel-Werder kamen damals aus den Niederlanden und Norddeutschland sog. „Hauländer“. Die neuen Einwohner haben weitgehend die Entwässerungs- und Deichsysteme vervollkommnet. Mit ihnen kamen auch die moderne Landbebauung und das Handwerk, was im weiteren Maße zur wirtschaftlichen Entwicklung dieser Region beitrug.



Auf einem Boot zum Markt und zur Kirche Bis zum XIX. Jh. galten Boote und Fähren als Grundverkehrsmittel im Weichsel-Werder. Mit einem Boot fuhr man zum Feld und Markt, zum Wirtshaus oder Kirche. Das dichte Netzwerk von Entwässerungskanälen sicherte eine bessere Verbindung mit der Stadt als die schlechten Straßen, die nach jedem Regen unpassierbar waren. Manche Dörfer im Weichsel-Werder wurden ursprünglich an den Flüssen gegründet. Jeder Bauernhof hatte eine Anlegestelle und ein Boot, das den Menschen die Verbindung mit der Welt garantierte. Die Wasserwege erfüllen bis heute ihre Funktion, obwohl die Entwicklung der Autoindustrie und der Straßenverkehr den Wassertransport zurückdrängen.


Einführung

1

Teil I. Erkundung des Weichsel-Werder-Rings

2

Geschichten aus dem Weichsel-Werder-Ring

3

Harmonie als Schlüssel zur Auslegung von Landschaften im Weichsel-Werder

4

Architektur – das Land der Vorlaubenhäuser und der hydrotechnischen Denkmäler

5

Teil II. Segelrouten auf dem Weichsel-Werder-Ring

6

Wis³a (Weichsel)

7

Martwa Wis³a, Wis³a ¦mia³a, Mot³awa Gdañska

12

Szkarpawa (Elbinger Weichsel)

14

Wis³a Królewiecka

16

Rzeka Elbl±g i Kana³ Jagielloñski

18

Nogat

20

Wielka ¦wiêta - Tuga

24

Zalew Wi¶lany

26

Pas³êka i Kana³ Pas³êki

29

Kaliningrader Haff (russischer Teil des Frischen Haffs)

30

III. Das Segel-ABC bevor Du auf den Werder-Ring segelst…

32

Empfehlenswerte Ausflüge

33

II. Kleiner Werder-Ring

34

III. Zur Hauptstadt des Weichsel-Werders

35

IV. Von Danzig zum Frischen Haff

36

V. Auf der Weichsel nach Danzig

37

VI. Entlang des Frischen Haffs

38

INFO-BLÄTTER

39

Kaptän`s Tipps

40

Wasserverkehrszeichen

41

Wasserverkehrszeichen

42

Teil IV. Schifffahrtsbasis des Weichsel-Werder-Rings

43

Anlegestege in Tczew (Dirschau)

44

Yacht und Passagierhafen in Tczew (Dirschau)

45

Hafen in ¦wibno

46

Fischeranlegestelle in Mikoszewo

47

Marina B³otnik

48

Anlegestelle Têcza in Wi¶linka

49

Lookout in Wislinka

50a

Yachtseeklub Neptun - Górki Zachodnie

50

Anlegestelle Górki Zachodnie (YK Stoczni Gdañskiej)

51

Marina Delphia Yachts - Górki Zachodnie

52

Yachtklub im. Conrada (Conrads Yachtklub)

53

AKM - Akademischer Seeklub - Górki Zachodnie

54

AZS Cosa - Górki Zachodnie

55

NC¯ AWFiS - Nationalzentrum für die Schifffahrt der Sporthochschule in Gdañsk

56

Segelhafen des Seeklubs - Gdañski Klub Morski LOK

57

Anlegestelle an der Strasse „Tamka”

58

Anlegestelle Stewa

59

Anlegestelle Yacht Klub Pó³nocny (Nordyachtklub)

60

WOPR - Anlegestelle in Gdañsk (Freiwilliger Wasser-Rettungsdienst Danzig)

61

Yachthafen Gdañsk (Danzig)

62

Anlegestelle für Wasserfahrzeuge an der Straße ¯abi Kruk

63

Segelhafen an der Straße: Sienna Grobla II

64

Polnischer Seeklub in Gdañsk

65

Anlegestege in Drewnica

66

Anlegestelle in ¯u³awki

67

Anlegesteg in Rybina

68

Neue Anlegestelle in Rybina

69

Anlegestelle in Os³onka

70

Anlegestelle für Hauseboote in Rybina

71

Anlegestelle Baltica in Sztutowo

72

Marina in Stutthof

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Anlegestelle Bulwar Zygmunta Augusta in Elbl±g (Elbing, am Zygmunt-August-Boulevard)

73

Ognisko Sportów Wodnych Fala (Wassersportszentrum „Welle”)

74

HOW Bryza (Wassersportszentrum der Pfadfinder)

75

Yachtklub Elbl±g (Elbing)

76

Yachtanlegestelle in Bia³a Góra

77

Stadtstrandbad mit der Funktion einer Anlegestelle in Malbork (Marienburg)

78

Marina Burg Malbork

79a

Das Segelhafen Park Pó³nocny in Malbork (Nordpark in Marienburg)

79

Die Anlegestelle in Kamienica Elbl±ska (Steinort)

80

Die Anlegestelle in Nadbrze¿e (Reimannsfelde)

81

Der Hafen und die Anlegestelle in Suchacz (Succase)

82

Die Anlegestelle in Kadyny (Cadinen)

83

Der Hafen in Tolkmicko (Tolkemit)

84

Der Hafen in Frombork (Frauenburg)

85

Der Hafen in Piaski (Neukrug)

86

Der Yachthafen in Krynica Morska (Kahlberg)

87

Der Fischereihafen in Krynica Morska (Kahlberg)

88

Der Seehafen in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

89

Die Yachtanlegestelle in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

90

Die Yachtanlegestelle Neptun in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

91

Der Hafen in Nowa Pas³êka (Neu Passarge)

92

Das Segelhafen Dom Rybaka w Nowa Pas³êka (Neu Passarge)

93

Die Anlegestelle in Stara Pas³êka (Alt Passarge)

94

Die Yachtanlegestelle in Braniewo (Braunsberg)

95

Erklärung der Symbole

96

Wasserknotenpunkte des Werder-Rings

97

Wasserfahrtstraßen in Gdañsk (Danzig)

98

Legenda

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