Nogat

Charakteristik des Flusses

Die Nogat ist ein typischer Werder-Fluss mit Spuren einer Urlandschaft und einzigartigen Sehenswürdigkeiten an beiden Ufern. Sie ist ein rechter Mündungsarm der Weichsel und beginnt an ihrem 886,6 Kilometer in Weißenberg (Bia³a Góra). Nach 62 km mündet er ins Frische Haff. Er führt nur etwa 3 Prozent der Wasser der Weichsel mit sich, was dazu führt, dass der Strom eher gering ist, langsam fließt, wodurch er sich deutlich von der Königin der polnischen Flüsse unterscheidet. Die Breite des Flusses schwankt zwischen 80 – 200 m. Die Breite der Fahrrinne, die mit Tonnen gekennzeichnet ist, beträgt etwa 30 m. Wenn man stromabwärts fährt, fährt man links an den grünen und rechts an den roten Tonnen vorbei. Am Ufer stehen eher selten weiße Tafeln, die den aktuellen Kilometerstand anzeigen.

Schifffahrt - Infos

Tiefe
Die Nogat zählt zu den Wasserstraßen der II. Kategorie und wird in zwei Abschnitte unterteilt: Der erste Abschnitt ist staugeregelt – von Weißenberg, durch die Schleusen Szonowo und Rakowiec, bis zur Wasserstufe in Micha³owo auf dem 38 km. Der maximale Tiefgang beträgt hier 1,6 m. Auf dem zweiten Abschnitt bis zum Haff (62km) ist es ein langsam fließender Segelfluss mit einem maximalen Tiefgang 1,4 m.

Hochspannungsleitungen und Brücken
Die Wasserstraße der Nogat sollte keine Navigationsprobleme bereiten. Die niedrigste Hochspannungsleitung befindet sich in 12,5 m Höhe. Die niedrigste Brücke befindet sich in dem Ort Zeyer (Kêpki) und hat die lichte Höhe von 3,3–3,7 m (es hängt vom Wasserstand ab). In dem Ort Zeyerniederkampen (Kêpiny) sollte man auf die Seile der Fähre aufpassen, die gewöhnlich quer durch den Fluss gelegt sind.

Schleusen
Alle Schleusen auf der Nogat haben ähnliche Ausmaße – etwa 57 m Länge und etwa 9,5 m Breite. Sie sind mit Doppeltoren ausgestattet, doch die Wärter machen meistens nur ein Tor auf. Die reale Breite bei Ein- und Ausfahrt beträgt somit etwa 5 m. Ein Telefonanruf an den Wächter – etwa 30 Minuten vor der Ankunft – gibt uns Sicherheit, dass die Tore geöffnet sein werden und wir nicht im Vorhafen warten müssen. Die Gebühr wird in der Schleuse bei hohem Wasserstand entrichtet.

Pflanzenwelt
Beim Befahren der Nogat müssen wir uns der Mitte der Wasserstraße entlang bewegen. Das verringert die Gefahr des Verdrehens von Wasserpflanzen in die Schraube – besonders populär: Schwimmfarn, der auf der Nogat wächst. Am häufigsten blüht er ab Mitte August bis Ende September, und manchmal auch bis Oktober. Ihre dicken Teppiche sammeln sich vor den Toren, und erschweren damit auch die Fahrt. Wegen der Inbetriebnahme der Wasserkraftwerke an den Schleusen in Szonowo und Micha³owo ist der Strom fast kaum spürbar. Die positive Sache dabei ist, dass die Pflanzen besser vom Boot abfließen, ohne die Fahrt nicht zu erschweren.

Anlegen
Die Ufer der Nogat sind mit Schilf bewachsen, zwischen dem man auch schöne Plätze zum Anlegen oder zu Biwakieren finden kann.
 
Interessante Hydrotechnische Tatsachen

Dämme entlang der Nogat – Löcher wie im Schweitzer Käse. Wenn wir auf der Nogat segeln, können wir auf beiden Ufern Hochwasserdämme sehen. Es stellt sich die Frage, wie sie ihre Funktion erfüllen können, wenn sie an manchen Stellen durchbrochen sind und ihre Höhe mit dem Wasserstand zusammenläuft? Keine Angst! Die Dämme wurden gebaut, als es noch keine Schleusen auf der Nogat gab. Sie dienten zum Schutz der Menschen und ihrer Felder vor den oft auftretenden Schwankungen des Wasserstandes. Heute ist der Fluss geregelt, er fließt sehr langsam und es besteht keine Überschwemmungsgefahr.


Kleine Wasserkraftwerke an der Nogat. Die Wasserstufen auf der Nogat stauen nicht viel Wasser, doch nach Meinung der Experten, man könne jeden Zentimeter des Wasserstandunterschieds zur Energiegewinnung nutzen. Kurz vor dem II. Weltkrieg wurde ein kleines Kraftwerk an der Schleuse in Rakowiec gebaut. Später kamen noch die Schleusen in Szonowo und Micha³owo hinzu. Jedes Kraftwerk hat drei Turbinen, die etwa 0,5 MW „grüner Energie“ produziert.


Schleuse in Bia³a Góra (Weißenberg). Es ist ein Schleusenkomplex, der die Gewässer der Weichsel und Nogat trennt. Die Geschichte der Schleusen reicht bis ins XVI. Jahrhundert, als sich die Bewohner der Städte Danzig und Elbing bemühten, die Wasserströme der beiden Flüsse zu regulieren. Diese Bemühungen führten jedoch zu häufigen Schwankungen der Wassertiefe und sogar Segelproblemen. Der Komplex besteht aus der sog. großen Schleuse – sie reguliert den Wasserstand der Nogat; aus der Kammerschleuse – sie reguliert den Durchfluss; und aus der kleinen Schleuse – bei der Mündung der Liwa in die Nogat (wird nicht genutzt) und Stauanlagen. Die Schleusen sind eine Attraktion auch wegen der Kunstfertigkeit und der Präzision der Ausführung.




Interessante Touristische Informationen

Oblê¿enie Malborka (Belagerung der Marienburg) und Magic Malbork.  Jedes Jahr finden im Juli und August in Malbork zwei große Veranstaltungen im Freien statt; die Belagerung der Marienburg und Magic Malbork. Die Belagerung der Marienburg ist eine Rekonstruktion der Ereignisse vor 600 Jahren, als das vereinigte polnisch-litauische Heer nach dem Sieg in der Schlacht bei Tannenberg die Burg belagert hat. Magic Malbork ist eine Verknüpfung der Geschichte mit der Gegenwart. Die Hauptveranstaltung bietet Musik, Tanz, Bild, Licht sowie Höhenakrobatik.



Belagerungsmaschinen in Marienburg.  Ausstellung ist eine der größten Kollektionen der Welt. Alle Maschinen wurden mit der größten Sorge um Einzelheiten unter Anwendung der originellen mittelalterlichen Werkstattechniken rekonstruiert. Alle Maschinen wurden in Einzelheiten unter mittelalterlichen Werkstatt-Techniken rekonstruiert.




Miniaturmodell der Marienburg (im Maßstab 1:30).  Der Burgturm ist 2 Meter hoch. Das ganze Modell ist aus fast einer Million speziell gebrannten Miniaturziegeln erbaut und umfasst eine Fläche von über 50 qm. Die Miniatur steht nicht weit von der Burgmauer, am Plac Miejski (Stadtplatz), bei der Haltestelle für touristische Busse an der Straße Pi³sudskiego.


Einführung

1

Teil I. Erkundung des Weichsel-Werder-Rings

2

Geschichten aus dem Weichsel-Werder-Ring

3

Harmonie als Schlüssel zur Auslegung von Landschaften im Weichsel-Werder

4

Architektur – das Land der Vorlaubenhäuser und der hydrotechnischen Denkmäler

5

Teil II. Segelrouten auf dem Weichsel-Werder-Ring

6

Wis³a (Weichsel)

7

Martwa Wis³a, Wis³a ¦mia³a, Mot³awa Gdañska

12

Szkarpawa (Elbinger Weichsel)

14

Wis³a Królewiecka

16

Rzeka Elbl±g i Kana³ Jagielloñski

18

Nogat

20

Wielka ¦wiêta - Tuga

24

Zalew Wi¶lany

26

Pas³êka i Kana³ Pas³êki

29

Kaliningrader Haff (russischer Teil des Frischen Haffs)

30

III. Das Segel-ABC bevor Du auf den Werder-Ring segelst…

32

Empfehlenswerte Ausflüge

33

II. Kleiner Werder-Ring

34

III. Zur Hauptstadt des Weichsel-Werders

35

IV. Von Danzig zum Frischen Haff

36

V. Auf der Weichsel nach Danzig

37

VI. Entlang des Frischen Haffs

38

INFO-BLÄTTER

39

Kaptän`s Tipps

40

Wasserverkehrszeichen

41

Wasserverkehrszeichen

42

Teil IV. Schifffahrtsbasis des Weichsel-Werder-Rings

43

Anlegestege in Tczew (Dirschau)

44

Yacht und Passagierhafen in Tczew (Dirschau)

45

Hafen in ¦wibno

46

Fischeranlegestelle in Mikoszewo

47

Marina B³otnik

48

Anlegestelle Têcza in Wi¶linka

49

Lookout in Wislinka

50a

Yachtseeklub Neptun - Górki Zachodnie

50

Anlegestelle Górki Zachodnie (YK Stoczni Gdañskiej)

51

Marina Delphia Yachts - Górki Zachodnie

52

Yachtklub im. Conrada (Conrads Yachtklub)

53

AKM - Akademischer Seeklub - Górki Zachodnie

54

AZS Cosa - Górki Zachodnie

55

NC¯ AWFiS - Nationalzentrum für die Schifffahrt der Sporthochschule in Gdañsk

56

Segelhafen des Seeklubs - Gdañski Klub Morski LOK

57

Anlegestelle an der Strasse „Tamka”

58

Anlegestelle Stewa

59

Anlegestelle Yacht Klub Pó³nocny (Nordyachtklub)

60

WOPR - Anlegestelle in Gdañsk (Freiwilliger Wasser-Rettungsdienst Danzig)

61

Yachthafen Gdañsk (Danzig)

62

Anlegestelle für Wasserfahrzeuge an der Straße ¯abi Kruk

63

Segelhafen an der Straße: Sienna Grobla II

64

Polnischer Seeklub in Gdañsk

65

Anlegestege in Drewnica

66

Anlegestelle in ¯u³awki

67

Anlegesteg in Rybina

68

Neue Anlegestelle in Rybina

69

Anlegestelle in Os³onka

70

Anlegestelle für Hauseboote in Rybina

71

Anlegestelle Baltica in Sztutowo

72

Marina in Stutthof

73a

Anlegestelle Bulwar Zygmunta Augusta in Elbl±g (Elbing, am Zygmunt-August-Boulevard)

73

Ognisko Sportów Wodnych Fala (Wassersportszentrum „Welle”)

74

HOW Bryza (Wassersportszentrum der Pfadfinder)

75

Yachtklub Elbl±g (Elbing)

76

Yachtanlegestelle in Bia³a Góra

77

Stadtstrandbad mit der Funktion einer Anlegestelle in Malbork (Marienburg)

78

Marina Burg Malbork

79a

Das Segelhafen Park Pó³nocny in Malbork (Nordpark in Marienburg)

79

Die Anlegestelle in Kamienica Elbl±ska (Steinort)

80

Die Anlegestelle in Nadbrze¿e (Reimannsfelde)

81

Der Hafen und die Anlegestelle in Suchacz (Succase)

82

Die Anlegestelle in Kadyny (Cadinen)

83

Der Hafen in Tolkmicko (Tolkemit)

84

Der Hafen in Frombork (Frauenburg)

85

Der Hafen in Piaski (Neukrug)

86

Der Yachthafen in Krynica Morska (Kahlberg)

87

Der Fischereihafen in Krynica Morska (Kahlberg)

88

Der Seehafen in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

89

Die Yachtanlegestelle in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

90

Die Yachtanlegestelle Neptun in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

91

Der Hafen in Nowa Pas³êka (Neu Passarge)

92

Das Segelhafen Dom Rybaka w Nowa Pas³êka (Neu Passarge)

93

Die Anlegestelle in Stara Pas³êka (Alt Passarge)

94

Die Yachtanlegestelle in Braniewo (Braunsberg)

95

Erklärung der Symbole

96

Wasserknotenpunkte des Werder-Rings

97

Wasserfahrtstraßen in Gdañsk (Danzig)

98

Legenda

99

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