Architektur – das Land der Vorlaubenhäuser und der hydrotechnischen Denkmäler

Die Vorlaubenhäuser, die das architektonische Bild des Weichsel-Werders prägen, sind große ländliche Fachwerkbauten mit einer vorgebauten Laube, die von Holzsäulen getragen wird. Am Anfang waren die Vorlaubenhäuser ziemlich bescheiden und mit der Zeit wandelten sie sich zu ansehnlichen Residenzen reicher Bauern, die zweifelfrei mit den Gutshäusern des mittelalterlichen Adels konkurrieren konnten. In dieser Hinsicht sind die Häuser aus dem XIX. Jh. außergewöhnlich, für die das Backsteinfachwerk im ausgebauten Laubengiebel, die fein gezierten Gesimsen und die handgeschnitzten Säulen charakteristisch sind. Man muss betonen, dass die Vorlaube früher als Speicher diente. Im Fußboden gab es eine Klappe, durch die man Getreidesäcke direkt vom Pferdewagen hinreichen konnte. Diese Vorhalle sicherte für einen Luftzugang, was wegen hoher Luftfeuchtigkeit im Frühling und im Herbst im Weichsel-Werder wichtig ist. Der Vorlaubenbau wurde oft als ein Wirtschaftsraum genutzt, als Weberei, Trocknungsraum oder als Wohnraum für Saisonarbeiter. Sehr interessant und für das Weichsel-Werder charakteristisch sind sog. Holländerhäuser – die Häuser der Niederländer, die sich im XVI. Jh. auf dem Werdergebiet angesiedelt haben. Typisch für diese Häuser war, dass ihr Giebeldach einen Stahl und eine Scheune verbunden hat und dass sie auf einer Warft standen, was sie vor Überschwemmungen schützen sollte. Ferner haben die Bauern in den Stählen Absätze gebaut, um die Tiere bei Hochwasser auf höhere Etagen zu bringen. Das Schicksal war für die Vorlaubenhäuser nicht so einfach. Heute gibt es nur noch wenige Häuser, die man bewundern kann. Obwohl es heute kaum vorstellbar ist, wurde das Weichsel-Werder einst als Land der abertausend Windmühlen bezeichnet. Die Modernisierungsprozesse vom XIX. Jh. und die Folgen der beiden Kriege bewirkten, dass heute nur noch zwei Objekte erhalten sind: die Holländer Mühle in Palschau (Palczewo) und die Bockmühle in Schönbaum (Drewnica). Auf den Spuren der Vorlaubenhäuser Die Strecke, auf der man die Vorlaubenhäuser sehen kann, ist ein Wander- und Radweg. Er umfasst folgende Ortschaften: Koszwa³y – Mi³ocin – Trutnowy – Osice – Stablewo – Krzywe Ko³o – Ko¼liny. Für den Rad-Wander-Weg sorgt der Verein des Danziger-Werders.
 
Hydrotechnische Denkmäler

Ein kompliziertes Entwässerungssystem, kilometerlange Hochwasserdeiche und Kanäle machten den Einwohnern das Leben auf dem Werdergebiet leichter. Die Grundlage des Entwässerungssystems schuf der Deutsche Orden, der seit 1308 das Danziger-Werder verwaltete. Damals entstanden auch die ersten Dämme, die immer wieder modernisiert wurden und bis heute ihre Rolle erfüllen. Man gründete auch sog. Deichverbände, die bis zum II. Weltkrieg aktiv waren. Sie sorgten für die Deiche und Kanäle, die vor Überschwemmung schützten und die Werderböden be- und entwässerten.
Die Polder, also die mit Deichen umschlossenen und unter dem Wasserspiegel liegenden Werdergebiete, wurden mithilfe von Hunderten malerischen Mühlen trocken gelegt. Demzufolge wurde das Weichsel-Werder oft als Klein Holland bezeichnet. Im XIX. Jh. wurden sie sukzessiv durch Dampfpumpanlagen, später elektrische Pumpen ersetzt. Heute kann man die Bauelemente der letzten Entwässerungsmühle nur noch im Museum des Weichsel-Werders in Tiegenhof sehen.


Ende des XIX. Jh. hat man den letzten Umbau der Weichseldeiche durchgeführt. Man hat damals einen Kanal, den sog. Weichseldurchstich gebaut, der heute den Hauptmündungsweg bildet. Man hat auch Schleusen errichtet, die die Nebenmündungen abgeschnitten haben (Bia³a Góra, Gdañska G³owa, Przegalina). Dank dieser Maßnahmen konnte den Einwohnern des Weichselwerders über die nächsten hundert Jahre Sicherheit gewährleistet werden.




Auf dem Spuren der hydrotechnischen Denkmäler

Erwähnenswert ist, dass sich viele dieser hydrotechnischen Einrichtungen und Objekte auf dem pommerschen Touristenweg befinden und den sog. Spurenpfad der hydrotechnischen Denkmäler bilden. Dazu gehören die Schleuse „Gdañska G³owa“ (Weichselgabelung), Umpumpanlage Fischerbabke, Aquädukt in Herrengrebin, Klapp- und Drehbrücken im Werder, Schleuse Bia³a Góra, Schleusen an der Nogat (Szonowo, Rakowiec, Micha³owo), Brücken in Dirschau, Jurand-Kanal (genannt Malborska M³ynówka), Jurkowickie Sklepienie und Riesenburg, Historisches Wasserleitungssystem aus dem XVIII. Jh., Oberländischer Kanal

Einführung

1

Teil I. Erkundung des Weichsel-Werder-Rings

2

Geschichten aus dem Weichsel-Werder-Ring

3

Harmonie als Schlüssel zur Auslegung von Landschaften im Weichsel-Werder

4

Architektur – das Land der Vorlaubenhäuser und der hydrotechnischen Denkmäler

5

Teil II. Segelrouten auf dem Weichsel-Werder-Ring

6

Wis³a (Weichsel)

7

Martwa Wis³a, Wis³a ¦mia³a, Mot³awa Gdañska

12

Szkarpawa (Elbinger Weichsel)

14

Wis³a Królewiecka

16

Rzeka Elbl±g i Kana³ Jagielloñski

18

Nogat

20

Wielka ¦wiêta - Tuga

24

Zalew Wi¶lany

26

Pas³êka i Kana³ Pas³êki

29

Kaliningrader Haff (russischer Teil des Frischen Haffs)

30

III. Das Segel-ABC bevor Du auf den Werder-Ring segelst…

32

Empfehlenswerte Ausflüge

33

II. Kleiner Werder-Ring

34

III. Zur Hauptstadt des Weichsel-Werders

35

IV. Von Danzig zum Frischen Haff

36

V. Auf der Weichsel nach Danzig

37

VI. Entlang des Frischen Haffs

38

INFO-BLÄTTER

39

Kaptän`s Tipps

40

Wasserverkehrszeichen

41

Wasserverkehrszeichen

42

Teil IV. Schifffahrtsbasis des Weichsel-Werder-Rings

43

Anlegestege in Tczew (Dirschau)

44

Yacht und Passagierhafen in Tczew (Dirschau)

45

Hafen in ¦wibno

46

Fischeranlegestelle in Mikoszewo

47

Marina B³otnik

48

Anlegestelle Têcza in Wi¶linka

49

Lookout in Wislinka

50a

Yachtseeklub Neptun - Górki Zachodnie

50

Anlegestelle Górki Zachodnie (YK Stoczni Gdañskiej)

51

Marina Delphia Yachts - Górki Zachodnie

52

Yachtklub im. Conrada (Conrads Yachtklub)

53

AKM - Akademischer Seeklub - Górki Zachodnie

54

AZS Cosa - Górki Zachodnie

55

NC¯ AWFiS - Nationalzentrum für die Schifffahrt der Sporthochschule in Gdañsk

56

Segelhafen des Seeklubs - Gdañski Klub Morski LOK

57

Anlegestelle an der Strasse „Tamka”

58

Anlegestelle Stewa

59

Anlegestelle Yacht Klub Pó³nocny (Nordyachtklub)

60

WOPR - Anlegestelle in Gdañsk (Freiwilliger Wasser-Rettungsdienst Danzig)

61

Yachthafen Gdañsk (Danzig)

62

Anlegestelle für Wasserfahrzeuge an der Straße ¯abi Kruk

63

Segelhafen an der Straße: Sienna Grobla II

64

Polnischer Seeklub in Gdañsk

65

Anlegestege in Drewnica

66

Anlegestelle in ¯u³awki

67

Anlegesteg in Rybina

68

Neue Anlegestelle in Rybina

69

Anlegestelle in Os³onka

70

Anlegestelle für Hauseboote in Rybina

71

Anlegestelle Baltica in Sztutowo

72

Marina in Stutthof

73a

Anlegestelle Bulwar Zygmunta Augusta in Elbl±g (Elbing, am Zygmunt-August-Boulevard)

73

Ognisko Sportów Wodnych Fala (Wassersportszentrum „Welle”)

74

HOW Bryza (Wassersportszentrum der Pfadfinder)

75

Yachtklub Elbl±g (Elbing)

76

Yachtanlegestelle in Bia³a Góra

77

Stadtstrandbad mit der Funktion einer Anlegestelle in Malbork (Marienburg)

78

Marina Burg Malbork

79a

Das Segelhafen Park Pó³nocny in Malbork (Nordpark in Marienburg)

79

Die Anlegestelle in Kamienica Elbl±ska (Steinort)

80

Die Anlegestelle in Nadbrze¿e (Reimannsfelde)

81

Der Hafen und die Anlegestelle in Suchacz (Succase)

82

Die Anlegestelle in Kadyny (Cadinen)

83

Der Hafen in Tolkmicko (Tolkemit)

84

Der Hafen in Frombork (Frauenburg)

85

Der Hafen in Piaski (Neukrug)

86

Der Yachthafen in Krynica Morska (Kahlberg)

87

Der Fischereihafen in Krynica Morska (Kahlberg)

88

Der Seehafen in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

89

Die Yachtanlegestelle in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

90

Die Yachtanlegestelle Neptun in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

91

Der Hafen in Nowa Pas³êka (Neu Passarge)

92

Das Segelhafen Dom Rybaka w Nowa Pas³êka (Neu Passarge)

93

Die Anlegestelle in Stara Pas³êka (Alt Passarge)

94

Die Yachtanlegestelle in Braniewo (Braunsberg)

95

Erklärung der Symbole

96

Wasserknotenpunkte des Werder-Rings

97

Wasserfahrtstraßen in Gdañsk (Danzig)

98

Legenda

99

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