Wis³a (Weichsel)

Sie wird als Königin aller polnischen Flüsse oder als Europas letzter wilder Fluss bezeichnet. Sie bietet ein Zuhause für viele seltene Vogelarten und zeichnet sich durch eine einzigartige Natur aus. Auf der für uns wichtigen Strecke von Kurzebrack (Korzeniewo) (867,7 km) bis zu Dirschau (Tczew) (910 km) gilt sie als Wasserstraße der II. Klasse mit der gesicherten Transitmindesttiefe von 1,4 m. Von diesem Punkt aus bis zur Mündung (941,3 km) hat sie die III. Klasse der Schiffbarkeit und die garantierte Wassermindesttiefe von 1,6 m.

Schifffahrt - Infos

Wie soll man segeln?
Auf der Niederweichsel schwimmt man wie auf einem geregelten Fluss, von einem zum gegenüberliegenden Ufer, dann der Uferlinie entlang (von einigen Hundert Metern bis zu einigen Kilometern, was von der Art des Flussbogens abhängt) bis zu den nächsten Wasserverkehrszeichen und dann rüber auf die gegenüberliegende Seite.Uwaga! Wenn man am Ufer entlang fährt, muss man wegen der gefährlichen Regulierungsbuhnen den sicheren Abstand vom Ufer beachten (von mehreren Duzend bis zu 200 m). Man muss aufmerksam die Wasserverhältnisse deuten und jede Veränderung analysieren, denn wenn man die Flussströmung entlang schwimmt, kann jeder Stoß gegen Steine sehr gefährlich enden. Auf dem Unterlauf der Weichsel gelten die Uferzeichen. Um sie korrekt interpretieren zu können, machen Sie sich mit dem Kapitel „Käptn’s Tipps“ bekannt. Bei niedrigem Wasserstand sind Verstöße gegen Wasserverkehrszeichen streng untersagt. Die Wasserfahrtkennung endet auf dem 928. Kilometer vor der Brücke in Kiezmark (Kasemark). Von dort aus kann man auf der ganzen Flussbreite segeln, selbstverständlich unter Beachtung der allgemeinen Sicherheitsregeln.

Aufenthalt
Die Ufer der Weichsel sind mit Steinen befestigt, daher empfiehlt sich, die Wasserfahrzeuge an ihnen nur in Ausnahmefällen festzumachen. Zum sicheren Aufenthalt lohnt es sich nach kleinen Sandbuchten zwischen den Buhnen zu suchen. Dabei sollte man jedoch immer auf die Fischernetze aufpassen.

Die Strömung
Die reißende Strömung der Weichsel, etwa 3km/h, behindert schnelle Schifffahrtmanöver. Wie man die nötige Zeit für die Orientierung auf dem Fluss und das Finden der Wasserverkehrszeichen gewinnen kann, steht im Kapitel „Käptn’s Tipps”.

Hochspannungsleitungen
Sämtliche Hochspannungsleitungen hängen über 14 m und die Höhe der niedrigsten Brücke beträgt, sogar bei hohem Wasserstand, etwa 7 m über dem Wasserspiegel.

Wind
Eine Gefahr stellt für die Wassersportler der Wind dar. Bei starkem Nordwind, also von der Danziger Bucht her, bilden sich bis zu 1 Meter hohe Wellen. Wenn es aus dem Süden weht, muss man die Motordrehungen beachtlich erhöhen, um den Wasserstrom und die Wellen zu überwinden. In solchen Fällen kann ein Motor kleiner Leistung den genannten Faktoren nicht standhalten.

Wasserstand
Ein Problem für die Schifffahrt auf der Weichsel stellen hohe Wasserstände und Überschwemmungen dar. Die Schleusen in Weißenberg (Bia³a Góra), „Gdañska G³owa“, Einlage (Przegalina) bleiben in solchen Fällen geschlossen, wodurch die Weichsel von ihrer Deltagabelung getrennt wird. Dann ergießt sich die Weichsel in ihrer Gesamtheit durch den Weichseldurstich (Przekop Wisly) in die Bucht. Achtung! Die Einfahrt über den Weichseldurchstich in die Danziger Bucht ist zweifelsohne ein Wasserweg für erfahrene Segler. Faktoren wie große Wellen, steinerne Ufer, mangelnde Wasserfahrtzeichen, sich verändernde Wasserstände an der Mündung und zahlreiche Fischernetze erfordern demnach besondere Vorsichtsmaßnahmen.
 
Interessante Hydrotechnische Tatsachen

Die Knibawa – Brücke (Knybawa). Nachdem die polnischen Pioniere
Brücken in Dirschau gesprengt hatten, haben die Deutschen neue gebaut. Die Brücke in Knibawa (Knybawa) wurde lediglich innerhalb von 18 Monaten errichtet! Wie? Die vorgefertigten Brückenjoche warteten in Danzig und wurden auf Kähnen hergefahren. Mit ihrer Hilfe wurden die zwei Seiten der „Berlinka“ verbunden – der damaligen Reichsautobahn – die das III. Reich mit Königsberg verbinden sollte. Die Brücke war 982,5 m lang, hatte zwei Bunker und Standplätze für schwere Flugabwehrartillerie. 1945 haben die deutschen Truppen die Brücke wieder gesprengt. Die Brücke wurde dann in der Danziger Werft in vier Jahren wiederaufgebaut.



Dirschau (Tczew) – die Weichselbrücke.  Der Brückenbau hat 1845 begonnen. Die Brücke wurde 1857 in Betrieb genommen, kostete 4 Millionen Taler und hatte eine Gitterträgerkonstruktion. Sie war 785 m lang und galt 1857 als die längste Brücke Europas. Im Jahre 1891, als eine neue zweigleisige Brücke daneben gebaut wurde, verkam die ältere Schwester zu einer Straßenbrücke. Die Brücke wurde später von der Amerikanischen Ingenieurvereinigung auf die Liste der Ingenieurbaudenkmäler eingetragen, auf der u. a. der Eiffelturm steht.


Weichseldurchstich (Przekop Wis³y). Die Verluste nach vielen Überschwemmungen und die Angst vor künftigen Hochwasserschäden trugen zur Weichselregulierung und Bildung einer neuen Mündung bei. Das neue Flussbett entstand im Zeitraum von 1890 bis 1985 auf der Strecke von Einlage zur Danziger Bucht. Beim Bau wurden Tausend Menschen und 40 Dampfmaschinen tagtäglich eingesetzt. Der 7 km lange und von 250 bis 400 m breite Kanal wurde von 10 m hohen Dämmen umgeben. Am 31. März 1895 machte der westpreußische Präsident auf das telegrafische Signal des Kaisers den ersten Weichselströmen die neue Wasserstraße zugänglich. Dieser Durchstich kürzte die Weichsel um 10 km.


  Interessante Touristische Informationen

Herzchen mit höllischen Wurzeln.  Sie werden von Barbara Wichrowska aus Marzipan und Kartoffeln in dem Ort Piek³o (deutsch Piekel), was auf Deutsch ‚Hölle‘ heißt, hergestellt. Die Rezeptur ist geschützt. Das Rezept wurde in die Liste der Regionalprodukte eingetragen und ist nun als ein traditionelles Gebäck registriert. Wer sich in dieses Naschzeug verliebt hat, kann auch Barbaras Brot aus Sauerteig oder die höllische Wurst mit Teufelssenfkörnern kosten.



Der Beginn des II. Weltkriegs. Die Dirschauer behaupten, der II. Weltkrieg hatte bei ihnen den Anfang. Es war 4:34 Uhr, der 1. September 1939. Reichsbomber und Jäger begannen hier die Invasion 11 Minuten früher, als der Angriff auf Westerplatte erfolgte. Sie bombardierten das Gelände vor der Brücke, um das Verbindungskabel zum Sprengstoff zu zerstören, welcher von den polnischen Pionieren gelegt wurde. Damit wollten sie die Brückensprengung nicht zulassen. Es ist misslungen


Kociewie als eine sanfte Landschaft. Die sanfte Landschaft von Kociewie hat Vieles zu bieten. So lohnt es sich in Mewe (Gniew) vorbeizuschauen und eine Kreuzritterburg zu besuchen, in der bis heute das Leben bebt. Dann ist ein Abstecher nach Pelplin angesagt. Es ist durch einen der größten Zisterzienserdome und durch seine reiche Wiegendrucksammlung berühmt. Eben hier befindet sich das polenweit einzigartige Exemplar der Gutenberg-Bibel aus der Ikunabelzeit. Auf dem Besichtigungsprogramm soll die Pfarre in Dirschau stehen, in der einst Grzegorz Ciechowski gesungen hat


Einführung

1

Teil I. Erkundung des Weichsel-Werder-Rings

2

Geschichten aus dem Weichsel-Werder-Ring

3

Harmonie als Schlüssel zur Auslegung von Landschaften im Weichsel-Werder

4

Architektur – das Land der Vorlaubenhäuser und der hydrotechnischen Denkmäler

5

Teil II. Segelrouten auf dem Weichsel-Werder-Ring

6

Wis³a (Weichsel)

7

Martwa Wis³a, Wis³a ¦mia³a, Mot³awa Gdañska

12

Szkarpawa (Elbinger Weichsel)

14

Wis³a Królewiecka

16

Rzeka Elbl±g i Kana³ Jagielloñski

18

Nogat

20

Wielka ¦wiêta - Tuga

24

Zalew Wi¶lany

26

Pas³êka i Kana³ Pas³êki

29

Kaliningrader Haff (russischer Teil des Frischen Haffs)

30

III. Das Segel-ABC bevor Du auf den Werder-Ring segelst…

32

Empfehlenswerte Ausflüge

33

II. Kleiner Werder-Ring

34

III. Zur Hauptstadt des Weichsel-Werders

35

IV. Von Danzig zum Frischen Haff

36

V. Auf der Weichsel nach Danzig

37

VI. Entlang des Frischen Haffs

38

INFO-BLÄTTER

39

Kaptän`s Tipps

40

Wasserverkehrszeichen

41

Wasserverkehrszeichen

42

Teil IV. Schifffahrtsbasis des Weichsel-Werder-Rings

43

Anlegestege in Tczew (Dirschau)

44

Yacht und Passagierhafen in Tczew (Dirschau)

45

Hafen in ¦wibno

46

Fischeranlegestelle in Mikoszewo

47

Marina B³otnik

48

Anlegestelle Têcza in Wi¶linka

49

Lookout in Wislinka

50a

Yachtseeklub Neptun - Górki Zachodnie

50

Anlegestelle Górki Zachodnie (YK Stoczni Gdañskiej)

51

Marina Delphia Yachts - Górki Zachodnie

52

Yachtklub im. Conrada (Conrads Yachtklub)

53

AKM - Akademischer Seeklub - Górki Zachodnie

54

AZS Cosa - Górki Zachodnie

55

NC¯ AWFiS - Nationalzentrum für die Schifffahrt der Sporthochschule in Gdañsk

56

Segelhafen des Seeklubs - Gdañski Klub Morski LOK

57

Anlegestelle an der Strasse „Tamka”

58

Anlegestelle Stewa

59

Anlegestelle Yacht Klub Pó³nocny (Nordyachtklub)

60

WOPR - Anlegestelle in Gdañsk (Freiwilliger Wasser-Rettungsdienst Danzig)

61

Yachthafen Gdañsk (Danzig)

62

Anlegestelle für Wasserfahrzeuge an der Straße ¯abi Kruk

63

Segelhafen an der Straße: Sienna Grobla II

64

Polnischer Seeklub in Gdañsk

65

Anlegestege in Drewnica

66

Anlegestelle in ¯u³awki

67

Anlegesteg in Rybina

68

Neue Anlegestelle in Rybina

69

Anlegestelle in Os³onka

70

Anlegestelle für Hauseboote in Rybina

71

Anlegestelle Baltica in Sztutowo

72

Marina in Stutthof

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Anlegestelle Bulwar Zygmunta Augusta in Elbl±g (Elbing, am Zygmunt-August-Boulevard)

73

Ognisko Sportów Wodnych Fala (Wassersportszentrum „Welle”)

74

HOW Bryza (Wassersportszentrum der Pfadfinder)

75

Yachtklub Elbl±g (Elbing)

76

Yachtanlegestelle in Bia³a Góra

77

Stadtstrandbad mit der Funktion einer Anlegestelle in Malbork (Marienburg)

78

Marina Burg Malbork

79a

Das Segelhafen Park Pó³nocny in Malbork (Nordpark in Marienburg)

79

Die Anlegestelle in Kamienica Elbl±ska (Steinort)

80

Die Anlegestelle in Nadbrze¿e (Reimannsfelde)

81

Der Hafen und die Anlegestelle in Suchacz (Succase)

82

Die Anlegestelle in Kadyny (Cadinen)

83

Der Hafen in Tolkmicko (Tolkemit)

84

Der Hafen in Frombork (Frauenburg)

85

Der Hafen in Piaski (Neukrug)

86

Der Yachthafen in Krynica Morska (Kahlberg)

87

Der Fischereihafen in Krynica Morska (Kahlberg)

88

Der Seehafen in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

89

Die Yachtanlegestelle in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

90

Die Yachtanlegestelle Neptun in K±ty Rybackie (Bodenwinkel)

91

Der Hafen in Nowa Pas³êka (Neu Passarge)

92

Das Segelhafen Dom Rybaka w Nowa Pas³êka (Neu Passarge)

93

Die Anlegestelle in Stara Pas³êka (Alt Passarge)

94

Die Yachtanlegestelle in Braniewo (Braunsberg)

95

Erklärung der Symbole

96

Wasserknotenpunkte des Werder-Rings

97

Wasserfahrtstraßen in Gdañsk (Danzig)

98

Legenda

99

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